Betonwerksteinpreis für Gestaltung


 Die Bundesfachschule für Betonwerker in Ulm ist derzeit die einzige Ausbildungsstätte Deutschlands für Meister/innen des Betonfertigteilbaus (Industrie) sowie des Betonstein- und Terrazzoherstellerhandwerks. Umso bedeutsamer ist ihre Erhaltung, denn der Fachkräftemangel prägt schon jetzt unsere Branche. Um den angehenden Meistern eine noch breitere Qualifikation zukommen zu lassen, setzt sich der Förderverein der Bundesfachschule für Betonwerker (FBB) seit über 25 Jahre für die Ergänzung der technischen und kaufmännischen Inhalte ein. Der gemeinnützige Verein finanziert den Meisterschülern u. a. den Besuch von Tagungen, Messen, Kongressen oder Seminaren. Auch Unterricht zu Gestaltung und Design stehen dank dessen Unterstützung auf dem Plan.

 

Tradition hat die Verleihung des “Betonwerksteinpreises für Gestaltung”. Mit ihm zeichnet der FBB jährlich ausgewählte Meisterstücke auf den BetonTagen aus. Gewinner in diesem Jahr ist Jungmeister Angelo Cipollina von der Firma Stulz Beton Natursteinwerk in Kippenheim. Er überzeugte die Jury mit der gestalterischen Eleganz und der handwerklich perfekten Ausführung seines „Post-Cube“, einem Briefkasten ganz aus feinstem Betonwerkstein und eine, nach Ansicht der Jury, echte „Design-Innovation“. Die äußere Gestaltung orientierte sich an den klaren Formen eines Würfels, daher auch der Name Post-Cube. Bei der Anfertigung lag das Hauptaugenmerk auf einer handwerklich traditionellen Arbeitsweise. Aufgrund des klaren Designs konnte hier mit einer klassischen Holzschalung gearbeitet werden. Großer Wert wurde auf eine perfekte und harmonisch wirkende Oberfläche gelegt. Erreicht wurde dies durch Scharrieren und Bürsten.

 

Eine Belobigung erhielt Ralf Keßler aus Landau für seinen „Schachtisch“ – ein edles Kleinmöbel, welches sich in einem gelungenen Materialmix aus feinstem Betonwerkstein und Eschenholz präsentiert. Die Silikonformen für die Figuren wurden mit selbstverdichtendem Beton (SVB) ausgegossen und mit Knopfmagneten versehen. Der Tischkörper besteht ebenfalls aus SVB mit einer feinen Gesteinskörnung. Die Oberfläche ist feingebürstet und geölt. Ein besonderes Detail stellt das Schachfeld aus Magnetitbeton dar, dessen Kontrast mittels Abwaschung erzielt wurde und auf dem die Schachfiguren magnetisch haften.

 

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